Kluge Köpfe denken voraus

Private Universität im Fürstentum Liechtenstein

Triesen, 5. Juni 2018

Strukturen weiter verbessert, Qualität gesichert
UFL präsentiert Jahresbericht 2017

Die Private Universität im Fürstentum Liechtenstein (UFL) legt ihren Jahresbericht 2017 vor. Mit zahlreichen Highlights präsentiert sich die Universität als fest etablierte Bildungsinstitution in Liechtenstein. In ihrem 17. Jahr des Bestehens kann sie auf insgesamt 97 erfolgreiche Abschlüsse verweisen. Ein erfreulich hoher Frauenanteil darf dabei hervorgehoben werden.

 

UFL Jahresbericht 2017Die Private Universität im Fürstentum Liechtenstein (UFL) bleibt die einzige Universität im deutschsprachigen Raum, die zwei berufsbegleitende Doktoratsstudiengänge der Medizinischen Wissenschaft und Rechtswissenschaft mit rechtsvergleichender Ausrichtung anbietet. 2017 haben elf weitere Studierende ihr Studium erfolgreich abgeschlossen. Die Studierenden an der UFL kommen aus allen vier deutschsprachigen Ländern: 26 Prozent der Studienanfänger von 2017 zum Beispiel sind aus Deutschland, 38 Prozent aus Österreich und 29 Prozent aus der Schweiz. Sieben Prozent kommen aus Liechtenstein selbst. Erfreulich hoch ist der Anteil an Frauen, die sich für ein berufsbegleitendes Studium an der UFL entschieden haben. Die Universitätsverantwortlichen sehen darin eine Bestätigung für die Ausrichtung der Studienangebote, welche die Vereinbarkeit von Studium, Beruf und Familie umfänglich berücksichtigt. Seit Jahren arbeitet die UFL konsequent an der besten Verknüpfung universitärer Ansprüche mit der Praktikabilität eines berufsbegleitenden Doktoratsstudiums. Durch Lehrkräfte aus der Berufspraxis wird zudem die berufliche Relevanz der Studieninhalte stetig gesichert.

Besonderheit in der deutschsprachigen Bildungslandschaft
Für Präsident Dr. Gert Risch ist die UFL ein wichtiger Teil der Bildungslandschaft Liechtensteins: Das Land verfüge über ein junges, attraktives und modernes universitäres Bildungsangebot, erklärt er im Interview zum Jahresbericht 2017, und „die UFL leistet einen wichtigen Teil zur Diversität des Standorts“. Dr. Risch versteht die Universität als einen Ort, der Menschen prägt – seine Werte und seine Haltung. „Wir brauchen mehr denn je kritische und voraussetzende Menschen, die dem eigenen Land und damit Europa helfen, sich als innovativer Kontinent in einer globalen Welt zu behaupten.“

UFL mit Vorbildfunktion
In ihrer Rückschau dankt Dr. Barbara Gant – sie wurde im März 2018 zur Rektorin der UFL ernannt –  dem Team der UFL wie auch allen Partnern. „In den letzten Jahren ist es uns gelungen, die Strukturen weiter zu verbessern und die Qualität zu sichern.“ Wie die UFL zu einem Hub des Diskurses und des Lebenslangen Lernens weiter geformt werden kann, diese Frage wird Gegenstand einer permanenten Auseinandersetzung bleiben, denn „Wissen nutzt nur, wenn es verbreitet und angewendet werden kann.“ Ihrer Ansicht nach können die UFL auch hier eine Vorbildfunktion einnehmen.

Neben strukturellen und Qualitätsverbesserungen ist die verbesserte Kommunikation nach innen und aussen eine wichtige Massnahme, die umgesetzt wurde. Mit der Berufung von Prof. Dr. Klippel im Oktober 2017 zum Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät und Dr. Elisabeth Berger im Januar 2018 als neue Studiengangsleiterin des Doktoratsstudium «Dr. iur.» wurden auch personell weitere Massnahmen zur Stärkung der Strukturen gesetzt.

Umfassende Qualitätsprüfung
2016 wurde die Akkreditierungsagentur ACQUIN vom zuständigen Schulamt beauftragt, ein Gutachten zur institutionellen Evaluation zu erstellen. Dafür überprüften externe Experten die Qualität der UFL: den Lehrkörper, die Lehrmaterialien und die Qualität des Managements der Universität, die wissenschaftlichen Grundlagen und auch die Dozentenschaft. In die Evaluationsgespräche wurden zudem die Studierenden eingebunden. Im Frühjahr 2017 legten die Gutachter von ACQUIN den Bericht vor, der der Universität grundsätzlich ein gutes Zeugnis ausstellt, vor allem aber wichtige Empfehlungen zur weiteren Entwicklung des Universitätsbetriebes enthält. Erste Massnahmen daraus konnten bereits umgesetzt werden.

Wissenschaftlichkeit im Fokus
Für die überwiegende Mehrzahl der UFL-Studierenden ist gemäss einer Absolventen-Befragung die wissenschaftliche Kompetenz der UFL von vorrangiger Bedeutung. Die Universität sieht darin eine Bestätigung, Wissenschaftlichkeit zu fördern und die zu begleiten, die berufliche Expertise mit wissenschaftlicher Methodik verbinden wollen. Auch darauf ist die hohe Zahl von über zweihundert wissenschaftlichen Publikationen zurückzuführen, die 2017 von UFL-Studierenden und -Dozenten veröffentlicht wurden.

Gewachsene Partnerschaft
Auch die Gemeinde Triesen, Standortgemeinde der Universität, hat 2017 eine Umfrage durchgeführt: die Einwohnerzufriedenheitsanalyse. Triesen schnitt hierbei in den meisten Punkten signifikant besser ab als anderen Gemeinden. „In diesem Licht ist die Gemeinde dankbar, mit der UFL eine starke Partnerin an der Seite zu wissen, welche sich ebenso hohen Qualitätskriterien verschrieben hat“, schreibt Günter Mahl, der Gemeindevorsteher von Triesen, in seinem Grusswort. Seine Gemeinde werde künftig nicht nur die Vortragsreihe „Health and Life Sciences“ unterstützen, „vielmehr hat sich der Gemeinderat auch darauf verständigt, Veranstaltungen aus der Reihe Podium Recht finanziell mitzutragen“.

Wissenszugang für die Öffentlichkeit
Wissenstransfer beschränkt sich für die UFL nicht nur auf den Austausch zwischen Dozenten und Studierenden: Auch die interessierte Öffentlichkeit soll aktiv am wissenschaftlichen Diskurs teilnehmen. Dafür hat die Universität zwei Veranstaltungsreihen wie „Health and Life Sciences“ und „Podium Recht“ etabliert, die auch in 2017 mit insgesamt acht Veranstaltungen auf grosse Resonanz stiessen.

Lob von Lehrenden und Lernenden
Für den Dekan und Studiengangsleiter der Medizinisch-Wissenschaftlichen Fakultät Prof. Dr. Heinz Drexel ist nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität der Abschlüsse im Steigflug. Absolvent DDr. Manuel Moroni lobt die sehr familiäre Atmosphäre an der UFL und ihr Curriculum. „Das Studium hat meinen Horizont über den Wissenschaftsbetrieb sowie die kritische Bewertung von Publikationen und Daten nachhaltig erweitert.“ Und auch die aktuell an der UFL studierende junge Ärztin Dr. Katrin Konzett meint, die «Dozenten sind Profis, durchwegs eloquent und brennen für ihre Themen». Die Gruppe sei überschaubar und der sehr persönliche Umgang an der UFL ermögliche einen barrierefreien Austausch.

Gestandene Praktiker
Prof. Dr. Diethelm Klippel, seit Oktober 2017 Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät, ist von der berufsbegleitenden Promotion überzeugt. Dass gestandene Praktiker eine Dissertation erarbeiten, sieht er angesichts der engen Verbindung von Theorie und Praxis als besonders förderungswürdig an. Motiviert, die Berufung zum Dekan anzunehmen, habe ihn auch der Fakt, dass «eine kleine private Universität geradezu dazu einlädt, neue Ideen zu entwickeln und zu verwirklichen.» Studiengangsleiter PD Dr. Gregor Heissl, der Ende 2017 aufgrund einer Berufung nach Innsbruck dieses Amt abgegeben hat, meint rückblickend, das Jahr 2017 habe seine Erwartungen übertroffen: «Die Anzahl der Studierenden konnte um 150 Prozent gesteigert werden.» Es zeige die Früchte jahrelanger Arbeit. Für ihn waren die drei Jahre als Studiengangsleiter lehrreich, intensiv und erfolgreich. Er bleibe der UFL auch in Zukunft verbunden. Absolvent Dr. Christian Geisselmann befindet, «der Weg hat sich gelohnt!», sein Weg zur Promotion war von Flexibilität, Zuvorkommenheit und Hilfsbereitschaft an der UFL geprägt, aber auch «dutzenden durchackerter Wochen und Monate» und eben Durchhaltevermögen.    

 

Der Jahresbericht 2017 steht hier zum Download bereit.