ISBT – DER SCHLÜSSEL ZUR BLUTTRANSFUSION – AN DER UFL

Die International Society of Blood Transfusion (ISBT) mit Sitz in Amsterdam widmet sich seit 1935 der kontinuierlichen Erweiterung und Dokumentation des Wissens über Bluttransfusionen. Mehr als ein Dutzend Arbeitsgruppen dieser Gesellschaft widmen sich verschiedenen Aspekten von Transfusions-Sicherheit, so z.B. der Erkennung von Viren, Aufbringung von Spendern, Erarbeitung von Qualitäts-Richtlinien, etc.
Eine dieser Gruppen, die ISBT „Working Party“ «Red Cell Immunogenetics and Blood Group Terminology (RCI&BGT)» befasst sich mit der Dokumentation der gegenwärtig 47 (!) bekannten Blutgruppensysteme und damit, neuentdeckte Systeme und Antigene als solche formell anzuerkennen und diese systematisch zu klassifizieren. Derart sind alle relevanten Informationen zu menschlichen Blutgruppen weltweit einmalig und an einem einzigen Ort gebündelt versammelt und stehen informierten Experten unentgeltlich zur Verfügung.
Gegenwärtig wird die Arbeit der Working Party von 34 international anerkannten Blutgruppen-Experten gemeinsam von Frau Prof. Catherine Hyland aus Brisbane/Australien und Prof. Christoph Gassner aus Triesen/Fürstentum Liechtenstein geleitet. Ebenfalls in Triesen, am Sitz der UFL erfolgt die operative Dokumentation dieser menschlichen Butgruppen-Vielfalt. Ing. Harald Obergasser zeichnet hierfür verantwortlich. Er ist Datenexperte, koordiniert die Kommunikation innerhalb der Working Party und kuratiert die gegenwärtige und in naher Zukunft verfügbare Online-Blutgruppen-Datenbank.
Seit 2021 fungiert somit das Institut für Translationale Medizin der UFL in Triesen als operative Drehscheibe und Kommunikations-Schaltstelle für die ISBT-Arbeitsgruppe RCI&BGT und – vor allem – als weltweiter Hub für die Dokumentation und Katalogisierung aller wissenschaftlich belegten Variationen menschlicher Blutgruppen.
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